się zesrał...
chyba dlatego (choć jak dla mnie zwiazek dośc pośredni):
Ermittlungen gegen Investor Fries
07. Mai 2009, 17:34
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Die Strafsache Immofinanz dreht sich weiter - Fries' Rolle bei der Immofinanz steht am Prüfstand
Wien - Die Strafsache Immofinanz dreht sich weiter: Die Justiz ermittelt seit dieser Woche auch gegen den Badener Rechtsanwalt, Immofinanz-Großaktionär und Aufsichtsrat Rudolf Fries wegen des Verdachts der Untreue. Das hat die Staatsanwaltschaft Wien bestätigt.
Derzeit wird in der Causa gegen 23 Beschuldigte ermittelt, darunter sind, wie berichtet, Ex-Immo-Chef und Ex-Constantia-Privatbank-Chef Karl Petrikovics, seine Vorstandskollegen und Aufsichtsräte, auch Ernst Hable. Es gilt für alle die Unschuldsvermutung.
Bei den Ermittlungen gegen Fries dürfte es um den Verdacht überteuerter Grundstücksdeals gehen. So soll die Immofinanz-Gruppe ausländische Grundstücke des Autozulieferes Eybl International (Fries war einst beteiligt) zu einem überhöhten Preis erworben haben. Die Immobilien dürften dann ins Umfeld der Constantia Privatbank weiterverkauft worden sein, nun hängen sie gesellschaftsrechtlich an der niederländischen Constantia Packaging B.V., die Christine de Castelbajac zuzurechnen ist.
Aber auch andere sogenannte Frontrunning-Geschäfte dürften im Visier der Ermittler sein. Immofinanz soll bei Immo-Geschäften bis zuletzt als Käufer aufgetreten sein, kurz vor Abschluss habe dann aber eine No-Name-Gesellschaft gekauft. Monate später ging die Immobilie doch noch an die Immofinanz - freilich mit Aufpreis.
Neues gibt es auch in Sachen Constantia Packaging AG. Wie berichtet sucht Eigentümerin Castelbajac bis jetzt vergeblich nach einem Partner für 30 Prozent. Aus dem Erlös will sie Verbindlichkeiten der B.V. bezahlen, es geht auch um die berüchtigte Ibag-Anleihe. Nun könnte es zu einer Dreiteilung der Verpackungsgruppe kommen. Angedacht ist, dass Amag und Duropack an einen strategischen Investor verkauft werden, die Tochter von Constantia-Gründer Herbert Turnauer würde in dem Fall die Teich AG bleiben. Das Unternehmen, das flexible Verpackungen erzeugt und 750 Mitarbeiter beschäftigt, war übrigens der Lieblingsbetrieb von Castelbajacs Vaters.
Protestbrief gegen Gutachter
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Bewegung auch in der Causa Meinl. Die Verteidiger von Julius Meinl V. haben den 25-seitigen Gutachtensentwurf von Sachverständigen Thomas Havranek erhalten und beim ersten Studium „zumindest 72 nachweislich unrichtige Fakten und Behauptungen" darin aufgespürt. Das Vorgutachten enthalte "zahlreiche rechtliche und sonstige Wertungen und gibt keinerlei Beweise an". Havranek wird demnächst einen Kollegen bekommen: Für die Frage der Turbo-Zertifikate bestellt das Gericht einen deutschen Gutachter.
Aus Deutschland deswegen, um Befangenheiten auszuschließen. Die werfen Meinls Anwälte Havranek nämlich vor; er habe seine Objektivität durch einen Meinl-kritischen Kommentar im September 2007 verspielt. Ihr Befangenheitsantrag wurde aber abgeschmettert, die Instanz ist am Zug.
Meinls Anwalt Georg Schima hält das Festhalten an Havranek für einen "Skandal". Er hat daher zu einem "zweifellos ungewöhnlichen" Mittel gegriffen und einen dreiseitigen Brief an alle österreichischen Uni-Rechtsprofessoren und Präsidenten der Rechtsanwaltskammern verschickt. Schima schildert den rund 230 Adressaten seine rechtsstaatlichen Bedenken in der Sache, vergisst auch den Staatsanwalt ("unschönes Detail") nicht, der in der Anwaltskanzlei tätig gewesen sei, die die MEL über ihr Londoner Büro zur Zeit des Zertifikat-Rückkaufs beraten habe.
Schima bittet seine Leser, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Und: "Sollte es jemanden ein Bedürfnis sein, auch öffentlich seine Stimme zu erheben, würde es mich natürlich freuen." (cr, gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.5.2009)